Architekt Christian Langenhövel zu Gestaltung, Konstruktion und Raumgefühl

Die Einflüsse des Hybridbaus

Nachhaltig, schnell und mit hoher Qualität: Eine leistungsfähige hybride Bauweise hat viele positive Auswirkungen auf den architektonischen Realisierungsprozess eines Gebäudes. Ein gelungenes Beispiel dafür ist der Neubau des Bürogebäudes für die shopware AG in Schöppingen.

Sechs Stockwerke, 150 Arbeitsplätze und acht Monate Bauzeit: Diese Eckdaten kennzeichnen den Neubau der shopware AG in Schöppingen. Bei dem Projekt, das sich derzeit in der Planungs- und Bauphase befindet, setzt Brüninghoff auf eine Holz-Hybridbauweise. So entschied sich das Unternehmen für eine Primärkonstruktion aus Holz und Beton statt des zunächst geplanten Stahlbeton-Skelettbaus. Folglich wurde auch das Brandschutzkonzept überarbeitet und die Statik neu berechnet. Das Tragwerk besteht nun aus Massivholzstützen und Stahlbeton- beziehungsweise Hybriddeckenelementen. Eine Fassade mit großem Glasanteil – der in Teilbereichen durch vorgesetzte Holzlamellen aus modifiziertem Kiefernholz aufgelockert wird – wertet das Bauwerk optisch auf und gestaltet zudem eine offene Atmosphäre. Die einzelnen Bauelemente fertigte der Projektbauspezialist witterungsgeschützt im Werk in Heiden vor.

Die Hybridbauweise sorgt nicht nur für einen schnellen Baufortschritt mit hoher Qualität, sondern dank des umweltschonenden und wirtschaftlichen Einsatzes der Materialien auch für einen nachhaltigen Umgang mit wertvollen Ressourcen. Deshalb verlieh die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen – DGNB e.V. dem Bürobau der shopware AG Anfang Oktober auch ein Vorzertifikat, das dem Gebäude Gold-Status verleiht.

Architekt Christian Langenhövel referierte am 18. Oktober im Rohbau des Gebäudes der shopware AG in Schöppingen zum Thema „Einflüsse einer leistungsfähigen hybriden Bauweise auf Gestaltung, Konstruktion und Raumgefühl“. Foto: Brüninghoff
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Verlässlich, stabil und sicher