Bauprojekt HAUT mit logistischen Herausforderungen

Auf engstem Raum

Bei innerstädtischen Baustellen zählen beengte Platzverhältnisse und vielbefahrene Anfahrtsstrecken häufig zu den besonderen Herausforderungen. Wie diese logistisch berücksichtigt werden, zeigt sich momentan beim Bauprojekt HAUT, das Brüninghoff derzeit in Amsterdam realisiert. Zur Steuerung kommt dabei auch die Methode Building Information Modeling zum Einsatz.

Alles soll wie Zahnräder ineinandergreifen: Planung, Produktion und Anlieferung sind ausgerichtet auf den Bauablauf. Just-in-time gelangen Bauteile auf die Baustelle und werden dort sofort montiert – das ist zumindest das große Ziel eines optimierten Bauprozesses. Beim HAUT in Amsterdam müssen unter dieser Prämisse pro Geschoss zehn Wechselbrücken logistisch koordiniert werden. Zur Anlieferung stehen dabei begrenzte Zeitfenster von lediglich ein bis zwei Stunden zur Verfügung. Je Wechselbrücke können 22 Tonnen transportiert werden. Dabei führen Überbreiten dazu, dass es sich zum Teil um Sondertransporte handelt, die erst genehmigt werden müssen. Die Anzahl dieser Art von Transporten soll natürlich reduziert werden – ohne dabei jedoch den Ablauf auf der Baustelle zu behindern. Erschwerend kommen enge Platzverhältnisse hinzu, sodass die Rangierflächen auf dem Baufeld an sich sehr klein sein. Gelöst wird diese komplexe Aufgabe durch eine enge Abstimmung zwischen den Projektbeteiligten – zudem setzt Brüninghoff auf die Methode Building Information Modeling (BIM). Hier lassen sich einzelnen Bauteilen Attribute und ein Status zuordnen. So ist schnell ersichtlich, ob ein Bauteil produziert, verladen, geliefert oder montiert ist und welches der nächste Schritt ist. 

Der Bauteilstatus erleichtert die logistische Planung. Denn die farbliche Übersicht je Geschoss macht die nächsten Schritte für alle Projektbeteiligten einfach ersichtlich. Foto: Brüninghoff
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