Sicherheit auf der Baustelle fängt in der Produktion an

Arbeitsschutz ab Werk

Wie tief sind geplante Baugruben und -gräben? Gibt es Hochspannungsleitungen in der Nähe des Baufelds? Und wie begehbar sind die Dachflächen? Diese und andere Fragen werden bei Brüninghoff frühzeitig bei der Übergabe eines Projekts vom Kundenbetreuer zum Bauleiter im Rahmen eines Sicherheitsvorabcheck erläutert. Danach wird das Arbeitsschutzkonzept für die Baustelle immer detaillierter.

Damit alle sicher arbeiten können, werden manche Bauteile bereits ab Werk mit entsprechenden Vorrichtungen ausgestattet. Dies ist aktuell auch beim Bauvorhaben HAUT der Fall. Das Arbeiten in einer Höhe von bis zu 73 Metern erfordert ein besonderes Konzept, das Abstürze nach innen und nach außen verhindert. Zu diesem Zweck werden bei der Produktion die einzelnen Bauteile mit Hülsen ausgestattet. Auf der Baustelle in Amsterdam erfolgt dann das Anbringen von Stahlgittern zur Absturzsicherung. Das geschieht direkt am Boden – bevor das Bauteil am Kran in die Höhe schwebt und final montiert wird. Die Absturzsicherung ist so gestaltet, dass jeder Montagemitarbeiter bei der Arbeit umlaufend gesichert ist. Ist ein Element montiert, folgt das nächste – und die dazwischenliegende Absturzsicherung kann entfernt werden, da jedes weitere Element bereits am Kran mit der notwendigen Absturzsicherung ausgerüstet ist. Alle Arbeitsfugen sind durch den temporären Fallschutz kollektiv nach innen und außen gesichert. Somit ist während des gesamten Projektablaufs durchgängig für Absturzsicherung gesorgt.

Bau des HAUT in Amsterdam: Bereits vor der Montage sind die einzelnen Elemente mit vorgefertigtem Seitenschutz ausgestattet. Foto: Brüninghoff
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