BRÜNINGHOFF Freiraum 02-19

Frei raum Für die Umwelt Mitgliedschaft bei PEFC und re!source Stiftung Interview Die Expertin Jennifer Mertens über die Arbeitswelt der Zukunft Veranstaltungen 14. Deutscher Architektentag in Berlin, 6. Ingenieuretag in Baden-Württemberg 02–19 INTELLIGENT BAUEN. SEIT 1974. FORSCHEN, SCHULEN, VERSAMMELN Neuer Einsatzort für Mockup Liebe Leserinnen und Leser, unsere Arbeitswelt ver- ändert sich – neue Berufsbilder und Arbeitsmodelle entstehen. Büroräumlichkeiten müssen dabei dynamisches und agiles Arbeiten im Team unterstützen und zugleich Rückzugsmöglich- keiten für den Einzelnen bieten. In der vorliegenden Ausgabe der Freiraum betrachten wir Immobilien, welche auf die heutige Arbeitswelt ausgerich- tet sind. Dabei stellen wir Ihnen auch aktuelle Projekte vor. Im Interview gibt Jennifer Mertens, Head of Design, Marketing & Corporate Communications bei der merTens AG, Einblicke in die Konzeption von Raumsituatio- nen zum Arbeiten und zur Kommunikation. Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihr Brüninghoff-Team Hybridbau Potentiale im Hybridbau: Unser Whitepaper Raum für Kreativität und Austausch: das „Forscher- haus“ auf dem Brüning- hoff-Firmengelände in Heiden. Auf dem Firmengelände von Brüninghoff in Heiden ist ein neues Gebäude entstan- den. Es wird zukünftig für Ver- anstaltungen, Schulungen und zum Experimentieren genutzt. Zudem finden hier die „For- scherferien“ statt, das Pro- gramm für Kinder der Mitar- beiterinnen und Mitarbeiter von Brüninghoff während der Sommerferien. Auch der Na- me des neuen Gebäudes lehnt sich daran an: Im „Forscher- haus“ sind die eingesetzten Materialien an vielen Stellen bewusst in ihrem Rohzustand sichtbar. Das Gebäude mit einer Nutzfläche von 211 Qua- dratmetern zeichnet sich aber auch durch eine weitere Be- sonderheit aus: So besteht es in Teilen aus einem Mockup, das hier intelligent wieder- verwendet wird. In der Bauwirtschaft werden 1:1-Mockups erstellt, um Bauteile oder Räumlichkeiten bereits in der Planungsphase real beurteilen zu können. Auch für die Wildspitze in Hamburg, ein 18-geschossiges Holz-Hoch- haus, realisierte Brüninghoff ein sogenanntes Mockup. Das Mockup eines Gebäudeaus- schnittes diente der Messung des Schallschutzes – denn dieser spielt bei dem Projekt aufgrund der Lage nahe der Elbbrücken und der Bahnlinie eine wichtige Rolle. Nach Durch- führung der Schallschutzmes- sungen fand das Mockup nun eine neue Verwendung und wurde bei der Konstruktion eines neuen Gebäudes einge- setzt. Es wurde Teil eines Baus auf dem Firmengelände im münsterländischen Heiden. Intelligent umgenutzt, integriert sich das Mockup mit einer Grundfläche von sieben mal acht Metern nun in das neue „Forscherhaus“. Die bereits gebauten Elemente wurden somit zweckentfremdet weiterverarbeitet. Durch das Mockup ergaben sich Vorgaben wie Fenster- und Türöffnungen sowie ein Dachüberstand, die in der Planung berücksichtigt werden mussten. Im Wesent- lichen bildet das Mockup nun die nach Norden gerichtete Gebäudeecke mit dem ersten Obergeschoss. Im Unterge- schoss des Mockups befinden sich unter anderem die sanitä- ren Anlagen inklusive behinder- tengerechtem WC sowie der Flur, über den ein Besprechungs-, der zentrale Veranstaltungs- so- wie Forschungsraum und eine Küche erschlossen werden. Die Glastüren des Veranstaltungs- raums geben bereits aus dem Eingangsbereich den Blick frei auf die große Wandfläche, die zum Experimentieren und Forschen einlädt. Der Forscher- haus-Gedanke ist überall im Gebäude zu spüren – durch Aufputz-Installationen sowie sichtbare Holz-, Wand- und Deckenelemente. Entstanden sind flexibel nutzbare Räum- lichkeiten mit eigenem Cha- rakter, die einen nachhaltigen und bewussten Umgang mit vorhandenen Materialien und bereits verbauten Elementen widerspiegeln.

RkJQdWJsaXNoZXIy MzU0NTM=